Medienverbot

Zurück in die Zukunft – Medienverbote gehören verboten!

+++Stand: November 2014+++
Nach Tagung des Arbeitskreises zur Übernahme der Testphase im August 2014 wurden die leicht veränderten Bedingungen der Testphase auf der 1. Schulkonferenz des Schuljahres 2014/2015 im November in die Hausordnung übernommen.
Die neue Regelung lautet wie folgt:

„3.2.        Elektronische Medien dürfen von Schüler/innen ab der Klassenstufe 7 im Bereich der Pausenhalle (der Oberstufeninnenhof wird räumlich der Pausenhalle zugeordnet), dem Glaskasten, dem Oberstufencomputerraum, der Bis(s)trothek (zeitlich begrenzt) und der „Handy-Zone“ im Schulhof vor dem Verwaltungstrakt genutzt werden. Dabei gilt der Grundsatz, dass niemand dadurch gestört werden darf. Schüler/innen der Klassenstufen 5 und 6 dürfen ausschließlich in der „Handy-Zone“ im Schulhof vor dem Verwaltungstrakt, bei widrigen Witterungsverhältnissen in der Haupteingangsschleuse, telefonieren. Bild- und Tonaufnahmen sind grundsätzlich nur für unterrichtliche Zwecke und mit Erlaubnis einer Lehrkraft gestattet. Diese Bedingungen gelten auch für die Nutzung elektronischer Geräte in den nicht freigegebenen Teilen des Gebäudes und der Außenbereiche. In der Bis(s)trothek ist die Nutzung elektronischer Medien in der Zeit von 12.00 Uhr bis 13.30 Uhr nicht erlaubt.

Das Mitführen von Handys zu Klassenarbeiten gilt als Täuschungsversuch. Sie sind vor Beginn der Klassenarbeiten bei der Aufsicht abzugeben.“
(Auszug aus der Hausordnung der TSS Husum, Stand Nov.2014)

 

 Stand: Oktober 2013

Tipp: Eindrücke (Plakate, Bilder etc.) unserer Protestaktionen findet ihr ganz unten!

Smartmob "THIS is crazy - Call against the wall", Mai 2012 | Foto: tss-sv

Das Verbot

An der TSS ist für alle Schülerinnen und Schüler die freie Nutzung Neuer Medien (Handys, Smartphones, Laptops, …) seit Mai 2010 verboten – auch in den Pausen und Freistunden. Den damaligen genauen Verbotstext findet ihr hier.

Unsere Forderung

Die Schülerschaft der TSS fordert seit der Einführung des Verbots vehement dessen sofortige Abschaffung, was wir seitdem auf den Konferenzen und mit Stellungnahmen sowie zusätzlich mit Demonstrationen, Plakaten etc. vertreten.

Bereits erzielte Teilerfolge November 2011:
– 
Bereich für die Nutzung zu Zwecken der Eigenorganisation und Unterrichtsvorbereitung (Glaskasten) als Medienzone eingerichtet
– Unterrichtliche Nutzung in Abstimmung mit Lehrkraft explizit erwähnt und erlaubt
– Ausweitung der „Handyzone“ für dringende Telefonate bei Schlechtwetterlagen

Mai 2013:
-Testphase zur Lockerung des Medienverbots in der Eingangshalle und der Bistrothek bis zur nächsten Schulkonferenz

November 2013:
-Verlängerung der Testphase bis zur 1. Schulkonferenz im Schuljahr 14/15

August 2014:
-Arbeitskreis zur Übernahme der Testphase

November 2014 s. oben

Unsere Begründung

Die Gründe, warum wir ein solches Verbot ablehnen, sind vielfältig. Hier einige unserer Hauptargumente:

– Das Verbot soll durch Neue Medien hervorgerufene Probleme auf unpädagogische Weise bekämpfen, anstatt bei den Ursachen (die Menschen, nicht die Geräte!) anzusetzen!

– Das Verbot ist bei 1200 Schülern und nur 80 Lehrkräften nicht ansatzweise umsetzbar, berührt „Täter“ kaum und verwehrt dafür den unschuldigen Schülern die anständige Nutzung!

– Das Verbot stellt alle Schülerinnen und Schüler ohne Grund unter Generalverdacht!

– Das Verbot behindert die zeitgemäße Selbstorganisation und Kommunikation der Schülerinnen und Schüler!

– Das Verbot behindert in Teilen ehrenamtliche Tätigkeiten von engagierten Jugendlichen, indem ihnen ihre „Werkzeuge“ genommen werden!

– Das Verbot ist ein massiver Eingriff in die persönliche Freizeitgestaltung von – teilweise volljährigen – Schüler(innen)!

– Das Verbot beschränkt das Sammeln von Medienkompetenzen („Learning by doing“) in ungerechtfertigtem Ausmaß!

– Das Verbot macht die Schule zu einem realitätsfernen Ort!

Detailliertere Argumentationen sind unseren Publikationen zu entnehmen, insbesondere „WIR gegen das Medienverbot – Forderungen, Gründe, Kompromisse“ (siehe unten!).

Materialien – Argumente, Artikel und mehr (neueste oben!)

„WIR gegen das Medienverbot – Forderungen, Gründe, Kompromisse“ (Mai 2012)

Öffentliche Mitteilung zur Aktion „Kreiden gegen Leiden“ (Mai 2012)

Öffentliche Mitteilung „Mit der Zeit gehen, nicht stehenbleiben!“ (April 2012)

Öffentliche Mitteilung zum Flashmob „Zurück in die Zukunft!“ (Februar 2012)

Kommentar: „Böse Neue Medien in den Kerker – aber schnell!“ (Februar 2012)

Infopapier: „Die Schule der Zukunft – OHNE MEDIENVERBOT | Chancen nutzen!“ (März 2011)

Infobroschüre: „Totalverbot Neuer Medien an Schulen – NEIN!“ (Mai 2010)

Presse (Auswahl) (neueste oben!)

„Getümmel aus Protest und zum Spaß“ (Husumer Nachrichten, 31.12.2012)

„Medienverbot an der Schule?“ | mit Audiointerview Schüler – Lehrer – Eltern (pb21.de by DGB und Bundeszentrale für politische Bildung, November 2012)

Erde an Zukunft-Sendung zum Medienverbot | mit Video! (KiKA by ARD & ZDF, September 2012)

„Theodor-Storm-Schule im Visier wegen Medienverbots“ (Husumer Nachrichten, 07.07.2012)

„Abgehängt vom realen Leben – Offener Brief des CCC zum Medienverbot an der TSS“ (nfi, 29.06.2012)

Lautstark gegen „Medienverbot“ (SH:Z online, 16.05.2012)

„Wer mobben will, schafft das auch so“ (Titelseite, Husumer Nachrichten, 25.02.2012)

„Kopfhörer nur im ‚Glaskasten‘ erwünscht“ (Solidarisierung SV der HTS & Stellungnahme der Schulleitung, SH:Z online, 24.02.2012)

„Massenauflauf: Weg mit Medienverbot“ (Titelseite, Husumer Nachrichten, 24.02.2012)

„Sperren einige Schulen in Nordfriesland die Zukunft aus?“ (ZiSch-Artikel, Husumer Nachrichten, Juni 2011)

Unsere Protestaktionen – Bilder, Plakate, Momente …

Plakate (Schulaushang, Straßenplakate, Onlinegrafiken etc.)


Bilder unserer Protestaktionen

„TSS-Stöpseltag 2012“ – Pausenflashmob (Februar 2012)

15 Minuten Schweigen – uns fehlten die Worte.

Aufhängen der Straßenplakate (s. o.) in der Ludwig-Nissen-Straße (April 2012)

„THIS is crazy – call against the wall“ – Pausensmartmob (Mai 2012)

15 Minuten Lärm vor der Medienzone. Die visuelle Mauer mit Lautstärke zum Einsturz bringen!

„Kreiden gegen Leiden“ – Visueller Widerstand vom Feinsten (Schulhofaktion Mai 2012)